Förderung

Förderkonzept der Johannesschule

„Unsere Schülerinnen und Schüler sind einmalig."
Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, sollen alle Schülerinnen und Schüler der Johannesschule gemäß ihrer individuellen Stärken und Schwächen gefördert und gefordert werden.
Für alle Jahrgänge besteht unser Förderkonzept aus den Bereichen Diagnose und Förderung, denn nur über eine differenzierte Diagnose ist eine gezielte Förderung möglich.
Im Rahmen der Schulanmeldung durchlaufen alle Schulneulinge einen Parcours, bei dem grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten in Augenschein genommen werden. Bei diesem Schulspiel wollen wir die zukünftigen Schulkinder kennen lernen und schon vor der eigentlichen Einschulung Hinweise gewinnen für eine frühe Förderung, für gezielte Hilfen und Unterstützung der Kinder im letzten dreiviertel Jahr vor ihrem ersten Schultag. An diesem Tag werden verschiedene Stationen aufgebaut, die von den Kindern mit Begeisterung und Offenheit angenommen werden. Sie können hier malen, zuhören, zeigen, erzählen, turnen, zählen und rechnen. Die einzelnen Aufgaben sind dabei nicht als Testsituation gestaltet, sondern laufen in einer ruhigen, freundlichen, ja spielerischen Atmosphäre ab. Bei Auffälligkeiten werden den Eltern Tipps für die Förderung ihrer Kinder mit auf den Weg gegeben.
Die verschiedenen Bereiche des Einschulungsparcours:
Mathematischer Bereich
• Allgemeine Grundkenntnisse: Farben, Größe, Formen
• Stand der mathematischen Vorkenntnisse: Zahlen, Mengen
Motorischer Bereich
• Grobmotorik: Körperbeherrschung, Gleichgewicht
• Feinmotorik: Händigkeit, Stifthaltung, Geschicklichkeit,
Auditive Wahrnehmung
• Hörende Unterscheidung
• Erkennen von Lauten und Klängen
Visuelle Wahrnehmung
• Sehende Wahrnehmung
• Erkennen von Formen, Orientierungsfähigkeit
Sprachlicher Bereich
• Passiver Wortschatz, d.h. verstehen und zeigen
• Aktiver Wortschatz, d.h. benennen, erzählen, sich ausdrücken

Die Ergebnisse des Schulanmeldungsparcours und die Schuluntersuchung des Gesundheitsamtes ergänzen sich gegenseitig. Dem schulärztlichen Gutachten ist eine große Bedeutung beizumessen, da die Untersuchung sowohl die Dokumentation der Teilnahme an den Präventionsmaßnahmen (Impfungen, Früherkennungsuntersuchungen) als auch die Erfassung des Gesundheitszustands im Hinblick auf die Schulfähigkeit des Kindes umfasst.
Gegebenenfalls werden Hinweise auf bestimmte Fördermaßnahmen gegeben.

Diagnose und Förderung in den Jahrgängen 2 bis 4

Aufbauend auf die Erfahrungen aus dem ersten Jahr der Schuleingangsphase werden alle mündlichen und schriftlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler zur Ermittlung des Lernstandes hinzugezogen.

Förder- bzw. Forderunterricht wird in allen Klassen für alle Kinder angeboten.
Soweit der Stundenplan es erlaubt, wird der Unterricht in kleineren Gruppen durchgeführt. Aber auch individualisierende Maßnahmen innerhalb des Klassenunterrichts dienen der Förderung der Stärken und Schwächen des einzelnen Kindes.

Laut Schulkonferenzbeschluss ist die Bildung von Kleingruppen innerhalb des Unterrichts durch helfende Eltern möglich. Auch diese Gruppen helfen bei der individuellen Förderung der Kinder, z.B. bei der Leseförderung.

Weitere Unterrichtsstunden, in denen Kinder aller Jahrgangsstufen individuell gefördert werden können, werden im Nachmittagsbereich für Kinder der OGS angeboten.